Am 14.12. findet das nächste Treffen der Bürgerinitiative statt. Wir treffen uns um 19 Uhr im Komplex. Themen sind:

  • Mit welchem inhaltlichen Auftrag sollen die beiden Vertreter der BI in den Planungsarbeitskreis gehen?
  • Welche beiden Vertreter möchte die BI entsenden?

Bericht in den GN: http://www.gn-online.de/Nachrichten/Buergerinitiative-freut-sich-ueber-grosses-Interesse-134861.html

Bericht von Blixxm auf Facebook:

Bürgerinitiative nimmt Arbeit auf

Artur Lieske und Winfried Heerbaart als Vertreter für den städtischen Arbeitskreis „Soziokulturelles Zentrum“ benannt

ad Schüttorf. Zu ihrem ersten Arbeitstreffen traf sich am Montagabend die Bürgerinitiative „Bürger- und Kulturzentrum Schüttorf (BI BKZ) im „Komplex“ an der Mauerstraße. Schüttorfer Bürger mit Nähe zum Komplex, aber auch interessierte Bürger ohne eine Anbindung an das Jugend- und Kulturzentrum Komplex hatten sich eingefunden, um die Arbeit aufzunehmen.
So komplex die Diskussion in den vergangenen zehn Jahren auch war, so schwierig gestaltete sich zunächst der Beginn des Treffens. Alle rund 30 Teilnehmer auf den gleichen Informationsstand zu bringen war eine Herausforderung. Standort, Finanzierung, Konzept und die Geschichte der langjährigen Diskussion wurden erörtert. Beim ersten Treffen zu einem Info-Abend Anfang Dezember in der Kirchschule, hatten sich zudem überraschende neue Gesichtspunkte ergeben. Ein möglicher Standort an der Oberschule wurde nicht mehr kategorisch ausgeschlossen und die Gründung einer Genossenschaft für Bau und Betrieb des Soziokulturellen Zentrums wurden ins Spiel gebracht. Allerdings hat sich der städtische Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur und Integration eindeutig auf den Standort Fabrikstraße geeinigt und festgelegt. Inzwischen hatte sich die Stadtrats-Gruppe von CDU/Bündnis90/DieGrünen eindeutig für den Standort Fabrikstraße ausgesprochen und den Standort Oberschule kategorisch ausgeschlossen. Laut Gruppensprecher Ulrich Körner, sei dies so auch der Verwaltung mitgeteilt worden.
Schnell kristallisierten sich dann auch drei Arbeitsbereiche heraus: „Konzept und inhaltliche Ausgestaltung“, „Geld und Träger“ und „Standort“ wurden diese benannt. Grundproblem der bisherigen Herangehensweise sei es laut BI BKZ gewesen, dass man zwar den baulichen Rahmen des BKZ eingeschränkt, aber nicht das Konzept angepasst habe. Diese Aufgabe soll nun der BI-Arbeitskreis „Konzept und inhaltliche Ausgestaltung“ übernehmen. Der Arbeitskreis „Geld und Träger“ soll mögliche Finanzierungs- und Trägerkonzepte entwickeln. Aufgegriffen wurde auch die Idee einer Genossenschaft, aber auch eine Stiftung wurde diskutiert. Ziel der Bemühungen der BI soll es einerseits sein, den Stadthaushalt zu entlasten. Aber vor allem soll „mehr für das BKZ heraus geholt werden“, als dies mit einer alleinigen Finanzierung durch die Kommune möglich wäre. Der dritte Arbeitskreis „Standort“ soll sich eingehend mit möglichen Standorten befassen und die Vor- und Nachteile ausloten.
Für Januar ist die konstituierende Sitzung des städtischen Arbeitskreises „Soziokulturelles Zentrum“ in Aussicht gestellt. Bis dahin möchte die BI BKZ eine Alternativ-Position in ihren Arbeitskreisen entwickeln. Vertreten sollen die Konzepte, Positionen und Ideen Artur Lieske (Musikverein Schüttorf) und Winfried Heerbaart. Als Vertreter für diese beiden wurden Heinz Siemering und Stefan Wohlers bestimmt. In einem weiteren Arbeitstreffen am 8. Januar um 18 Uhr im „Komplex“ sollen zunächst in den Arbeitskreisen die Ideen konkretisiert werden. Diskutiert wurde auch eine wiederum verpasste Chance: 55 Prozent Förderung versprach ein Investitions-Programm der Bundesregierung. Dazu sollten unter anderem Aspekte der Themenbereiche „Soziokultur“, „Flüchtlinge“ und „Energetik“ erfüllt werden. Allerdings hätte man schnell sein müssen: Antragsfrist war der 15. November und bis zum 15. Dezember hätte ein Ratsbeschluss vorliegen müssen. „In Nordhorn sei dies mit der Eissporthalle gelungen“, informierte ein Teilnehmer die Runde. Leicht verfahren schien das Projekt „Soziokulturelles Zentrum“ in Schüttorf. Mit Gründung der BI macht es nun den Anschein, dass sich die Fronten aufweichen und Bewegung in die Sache kommt. Hinzu kommt, dass nicht mehr allein Komplex, Verwaltung und Politik sich damit befassen, sondern auch Bürger und Bürgerinnen, denen ein kulturelles Angebot vor Ort am Herzen liegt. Mit in die Diskussion zu bringen ist außerdem die Flüchtlings- und Zuwanderersituation. Nicht mehr allein um Kultur, sondern auch um Integration geht es somit bei solch einem Zentrum. Die Rahmenbedingungen verschieben sich etwas und damit anscheinend auch die Herangehensweisen.